Freitag 17.10.2014

Um 16:02 ging es für Junya, Friede, Fabian F., Julia W., Timon, Nici, Hannah K. und mich mit dem Metronom auf zum Hamburger Hbf. und von dort aus weiter mit der S2 bis nach Nettelnburg. Von da an trennten uns und das Gelände der Convention noch 15 Min. Fußmarsch. Begleitet vom strahlenden Sonnenschein fiel der Weg auch nur halb so schwer.

Auf dem Gelände der Stadtteilschule Bergedorf angekommen (gegen ca. 17:30 Uhr), wurden wir von unseren Freunden begrüßt, konnten uns am Eingang als unversehrt eingetroffen melden, unser Badge entgegennehmen und unser Gepäck in den Schlafräumen verstauen. Das Badge bestand, passend zum Motto „ABC-Convention“, aus drei Holzwürfeln mit Buchstaben darauf, die sich jeder nach Belieben mit einem roten Band am Körper drapieren durfte.

Nach einer kleinen Stärkung in Form von Suppe und Salat, ging es- wie sollte es auch anders sein- ans Jonglieren und Akrobatieren (Neologismus der Convention). Bei Letzterem bemühte sich Fabian Bade den Mädels für den nächsten Tag ein Katzengetier zu verleihen.

Gegen 20 Uhr fand eine Feuershow auf dem Firespace statt. Diese beeindruckte nach einigem Warten mit eindrucksvollen Bildern, die mit Feuer in die Luft gemalt wurden. Der krönende Abschluss bestand aus einer Feuerfontäne, die den abendlichen Himmel bis in zehn Metern Höhe erhellte.

Später am Abend wurde zum Combat-Vorentscheid gerufen. Für die Sport Jongleure ging Fabian Fehlhaber ins Rennen. Die Gegner waren hochkarätig- die Top 5 Europas waren vertreten und boten sich brisante Schlachten. Unter lauten Scheppern kreuzten sich die Keulen, doch mit einem schnellen und geschickten Manöver gelang es Fabian seinen Gegner zu entwaffnen. Er schlug sich todesmutig und konnte in 2 von 7 Schlachten einen Sieg unter der Flagge der Sport Jongleure erringen. Mit dieser Leistung kämpfte er sich auf Platz 148 der Europarangrangliste. (siehe www.lukeburrage.com/combat/current-points-and-rankings.html ).

Etwas später lieferten sich dann die Besten 7 packenden Kämpfe im K.O.-System. Das Finale wurde zwischen Luke und JJ (Jener Jochen) aufgetragen, aus dem JJ als Sieger hervorging. Anschließend ging es wieder ans Lernen und Üben neuer Tricks. Abgerundet von einem nächtlichen Duschen hielten einige wenige von uns bis 4 Uhr morgens durch.

Samstag 18.10.2014

Die wenig erholsamen Nacht, hervorgerufen durch eine erhöhte Lärmbelästigung eines anderes menschliches (wir sind uns bis heute nicht sicher, ob ein Mensch wirklich solche Geräusche erzeugen kann) Individuum im Raum endete diese um 8 Uhr morgens.

Noch etwas Müde schleppten wir uns zum Frühstückszelt auf dem Schulhof und nahmen ein sehr leckeres opulentes Mahl zu uns, welches die Erschöpfung in uns vertrieb. Weiter ging es- wieder einmal- mit Jonglieren in der großen Halle. Im Laufe des Vormittags stießen auch Frank und Birgit Fehlhaber sowie Julia Heinrich zu uns hinzu.

Um 13.00 folgte ein Workshop, gehalten von Fabian und mir, über Takeouts. Ein wenig erstaunte es uns, dass wir den langjährigen Jongleuren und Conventionstammgästen noch den ein oder anderen unbekannten Trick zeigen konnten. Eine gute Stunde beschäftigten wir uns nun also mit der Manipulation der Kaskade durch den Eingriff einer oder mehrerer Personen. Weiter im Programm ging es danach mit einem Workshop über Mills Mess Variationen, gehalten von Alex, der die Gehirnwindungen ordentlich auf trapp brachte.

Inzwischen war auch Torben Wiggert eingetroffen (auch bekannt als der „BallDäne“), welcher seine Waren zum Verkauf darbot und bei dem sich auch gleich zahlreiche Jongleure en mass eindeckten. Ein wenig Schleichwerbung soll und darf auch an dieser Stelle nicht fehlen: Eine Auswahl seine wunderbaren und zugleich günstigen Bälle in jeglicher Form, Farbe, Größe und Gewicht findet man auf www.happyaction.dk oder sind alternativ je nach Belieben auch selbst zusammenstellbar.

Ab 18.00 Uhr wurde das Abendessen gereicht. Es wurde schonend gegarter Reis an erlesenden Margarinen-Junggemüse aus aller Welt kredenzt. Dazu gab es handgezupfte Salatblätter an einem Essig-Öl Dressing mit bergedorfer Kräutern. Zum Abschluss des 2-Gängemenüs gab es warmen veganen Schokoladenpudding aus edelsten Kakao. Dargeboten wurden die Speisen als Teil eines Selbstbedienungsmenüs aus großen Töpfen. Man stelle sich vor: einen GANZEN Topf voll warmen leckerem Schokopudding!!! :D

Fertig mit dem Essen galt es sich in die Schlange zum Einlass in die Galashow einzureihen und sich in Geduld zu üben. Die Zeit wurde erfolgreich mit Gesprächen über die Geschehnisse des Tages überbrückt. Als der Einlass gewährt wurde und wir auf den gewünschten Stühlen Platz genommen hatten, musst ich mir wieder einmal der ernüchternden Realität bewusst werden, dass ich um einiges zu klein geraten bin für diese Welt. Dennoch schien es den Anderen um mich herum nicht viel besser zu gehen. Und so genossen die meisten der Zuschauer zu mindestens die akustischen Reize der Galashow.

Der Abend fand einen fließenden Übergang in die Nacht. Es wurde jongliert, akrobatiert, Einrad gefahren, erzählt und Karten gespielt. Zum Ende des nunmehr kurzen Tages verließen uns Hannah sowie Frank und Birgit Fehlhaber und machten sich auf den Weg zurück nach Hause.

Solch eine Convention bedarf natürlich der Mithilfe der Teilnehmer/ -innen und so traten u. A. Julia W. und ich gegen 1 Uhr nachts (oder sollte ich eher früh sagen?) unseren Dienst zur Badge-Control an. Der angenehme Luxus für Helfer nach null Uhr: Freigetränke! Unsere Wahl fiel eindeutig auf koffeinhaltige.

1:17 Uhr: Fritz Cola und Mate verscheuchen die sich breitmachende Müdigkeit schnell. Neue Set-Mitspieler (Set: ein sehr nettes Kartenspiel, was ich nur empfehlen kann) finden sich beim Vorbeigehen.

1:22 Uhr: Das förmliche Vorbeirennen erschwert uns die Aufgabe des Kontrollierens, sodass wir dazu übergehen kleine Hindernisse wie eine Schranke mit unseren Beinen zu bauen, die jedoch einen kleinen Schaden hat: Sie geht nämlich nur in den wenigsten Fällen auf. Und so muss diese auf möglichst kreative Weise überwunden werden.

1:38 Uhr: Der Flüssigkeitsspiegel in den Flaschen schwindet, die Laune wird lustiger (an dieser Stelle möchte ich ausdrücklich betonen, dass es sich um NICHT-alkoholische Getränke handelte!) und die Challenges für die „Durchgänger“ schwieriger.

1:51 Uhr: Das Niveau singt (gemeint ist natürlich das der Flüssigkeit in den Flaschen). Ein Besenstiehl muss nun als Limbo-Hindernis herhalten. Das ganze darf selbstverständlich nicht ohne Jonglage vollzogen werden! :).

2:09 Uhr: Eine der wohl lustigsten und unterhaltsamsten Badge-Controlls geht zu Ende. Dem Lachen kann kaum noch Einhalt geboten werden (*Aua, mein Zwerchfell*).

Im Anschluss wurde noch ein wenig in der Halle jongliert, wenn unsere kleine Gruppe sich schon ein wenig dezimiert hatte. Zu fortgeschrittener Stunde wurde angemessen im Sitzen jongliert und gepasst, wobei letztes statt auf werfen auf weitergeben beruhte.

Von uns hielten die Letzten bis vier Uhr morgens durch, bis auch sie schlussendlich sich müde und zufrieden zur Ruhe begaben.

Sonntag 19.10.2014

Die Nacht gestaltete sich für mich ein wenig erholsamer, denn unseren lieben lautstarken anonymen Freund konnte ich dank Ohropax aussperren. Da die Andern jedoch schon schliefen als ich mich in Bett begab, war ich eine der wenigen Glücklichen, denen eine ruhige Nacht vergönnt war. Die Nacht endete demnach für Einige früh und für andere erst um 9.

Nach dem Frühstück verabschiedete sich auch Julia Heinrich und fuhr zurück in Richtung Uelzen.

Einen interessanten Workshop bot der Sonntag auch noch, nämlich Social Siteswaps: Wenige Keulen, viele Hände und trotzdem eine enorme Herausforderung für das Gehirn. Zu zweit oder zu dritt galt es bestimmte Abfolgen mit drei bis sieben Keulen auszuführen. Nach der Praxis ging es an die Theorie: Die Schreibweise der soeben gelernten Tricks (Siteswaps) wurde erläutert; eine Menge Zahlen und Zeichen (siehe Bild).

Ab 14:00 Uhr wurden die Spiele eingeläutet. Ein bunter Mix von Spielen gemischt aus Jonglage und Buchstaben erwartete uns. Zunächst sollten andere Leute mit gemeinsamen bzw. keinen gemeinsamen „Eintrittsbuchstaben“ gefunden werden. Es folgten andere lustige Sortier- und Wortfindungsspiele. Als Stärkung wurden Buchstabenkekse gereicht. In einem weiteres Spiel galt es Alphabetaufgaben zu lösen, darunter: das Alphabet rückwärts aufsagen, aufsagen ohne Vokale, nur Buchstaben ohne Rundungen (Also A, aber nicht B) und Buchstaben die Rundungen enthalten (A nicht, aber B). Probiert euch mal daran ;)

Spiele die auch noch gespielt wurden:

  • Long distance kick-ups
  • Eine Keule Balance-Combat
  • Diabolo und Jonglier- Limbo
  • Keulen-Reise-nach-Jerusalem

Zum krönenden Abschluss gab es noch einen schönen Toss-up zur Erinnerung an eine wunderbare Convention, die wir nächstes Jahr alle wieder besuchen wollen. Die Rückfahrt verlief problemlos, auch wenn man allen die leichte Erschöpfung des Wochenendes ansah.

Wir sehen uns nächstes Jahr wieder dort!
Bis dahin: Jongliert munter weiter!
#GemeinsamGegenDieSchwerkraft!!
Jenny

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